Eine der meist gestellten Fragen im Geschichtsunterricht der neunten Klasse lautet: Wieso haben die Deutschen nichts dagegen getan? Wie kann es sein, dass sie behaupten, sie hätten von nichts gewusst? Dieses Buch gibt Antworten.
Peter Longerich, Professor für Moderne Deutsche Geschichte und Direktor des Research Centre for the Holocaust and Twentieth-Century History am Royal Holloway College der Universität London, hat ein sehr gut dokumentiertes Buch darüber geschrieben, was die Deutschen wussten, wissen konnten und evtl. auch wissen wollten. Er beschreibt die NS-Propaganda, legt Tagebücher und Akten vor und kann zeigen, dass der Holocaust letztlich in aller Öffentlichkeit stattfand und die Menschen sehr wohl wussten, was mit den Deportierten geschehen würde. Eine gute Zusammenfassung des Buches findet ihr hier.
Damit korrigiert er ein – für uns recht bequemes – Geschichtsbild und wird wohl für einiges Aufsehen am guidoknoppisierten deutschen TV-Historienhimmel sorgen. Hoffentlich, kann man da nur sagen!