Nachdem ich mich in den letzten Tagen über zwei völlig sinnfreie Beiträge im Mittagsmagazin geärgert habe, habe ich heute beim ZDF eine interessante Sendung gefunden: Der elektronische Reporter. In der verlinkten Sendung wird über die Problematik von digitalen Kopien im Schulunterricht berichtet. Die Sendung fasst sehr prägnant den aktuellen Stand zusammen. Lehrer dürfen aus Unterrichtswerken zwar analoge Kopien anfertigen, diese aber nicht digitalisieren und weiterreichen. In einer Welt, die zunehmend von digitalen Medien beherrscht wird, ist das ein Verhalten wie in der Steinzeit. Letztlich sind viele Regelungen einfach auch nicht mehr nachvollziehbar. Ich darf mir ein Buch kaufen, es lesen, verschenken, verkaufen und wenn mein Tisch wackelt, darf ich es als Unterlage verwenden. Was ich allerdings nicht darf ist: Scannen und als PDF Datei auf meinem iPad lesen.

Der Beitrag beginnt etwa ab 8’08 Minuten und dauert bis zum Ende. Irgendwann wird dieser Link übrigens im Nirwana des Internets verschwinden, weil das das EU-Recht so will. Auch etwas, was ich nicht verstehen kann. Mit meinen Gebühren finanziere ich ARD und ZDF, die dann aber das von ihnen produzierte Material nicht dauerhaft ins Internet stellen dürfen, weil das die privaten Medienanstalten verhindert haben. Dazu passend übrigens eine Meldung auf Mac & I. Hier geht es um die Tagesschau App, die von den privaten Medienanstalten kritisiert wird, weil sie über den Grundauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hinausgehen soll.

Eines darf man den Öffentlich-Rechtlichen übrigens lassen: Sie haben die schönsten Namen im deutschen Fernsehen. Viele haben sich sicher schon über das Heute-Journal Duo Claus Kleber und Gundula Gause amüsiert, der elektronische Reporter legt jetzt einen Social-TV Experten namens Bertram Gugel nach. (1’50)