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  1. »* Wie kann man in einem LMS sicherstellen, dass die Schüler ihren Lernprozess selbst gestalten?«

    Ich glaube, das geht nur, wenn das LMS als ein Portal zur Entwicklung der Kompetenz genutzt wird, wie man selbst Lösungen für Probleme finden kann, indem man die verfügbaren Wissensquellen reflexiv nutzt.

    Das heißt: Im LMS werden keine Materialen gesammelt zur Verfügung gestellt, mit denen Schülerinnen und Schüler dann arbeiten sollen, sondern Hinweise auf Lernwege gegeben, indem zum Beispiel der Auftrag gegeben wird, einen Weg zum Wissenserwerb nachzuvollziehen (und zu dokumentieren). Dabei kann es um Recherchen im Internet gehen, es können Anleitungen zur Benutzung eines online verfügbaren Kataloges einer Bibilothek gemacht werden etc. – Was in der Sek I weitgehend notwendig ist (Material zugänglich zu machen), muss sich im Laufe der Zeit dahin entwickeln, dass nicht mehr das Material sondern der Weg zum Material zugänglich gemacht wird.

  2. »Wie kann man in einem LMS sicherstellen, dass die Schüler ihren Lernprozess selbst gestalten?«

    Ich glaube, das geht nur, wenn das LMS als ein Portal zur Entwicklung der Kompetenz genutzt wird, wie man selbst Lösungen für Probleme finden kann, indem man die verfügbaren Wissensquellen reflexiv nutzt.

    Hierzu ein paar spontane und ungeordnete Gedanken – (ich habe das Gefühl, hierzu demnächst mal einen ausführlichen Beitrag schreiben zu müssen – mal sehen, wie das die Zeit erlaubt):

    Den obigen Ansatz verfolge ich seit letztem Schuljar ohne LMS im Fach Naturwissenschaft und Technick (NwT), das in B-W als Hauptfach in der Mittelstufe eingeführt wurde. Wir arbeiten rein projektorientiert, drei große Projekte pro Schuljahr und die Schüler bekommen zu Beginn einen „großen“ Projektauftrag, der die Ziele vorgibt, die in ca. 10 Wochen zu erreichen sind.

    Danach geht die Arbeit in Gruppen los und die Lernwege werden dabei selbst gesucht. Ich bin im Unterricht präsent mit Tipps, kritischen Fragen etc.

    Einige Erkennntnisse bisher:

    Es fühlt sich tw. „seltsam“ an, diese Lernwege nicht zu kontrollieren b zw. immer nur knappe Einblicke in diese Wege zu bekommen. Dennoch sprechen die Ergebnisse dafür, dass viel Gelernt wird.
    Was genau gelernt wird, lässt sich oft schwer sagen. Es braucht noch mehr Balance zwischen diesem neuen Weg und der traditionellen Ergebnissicherung, weil auch klar ist, dass manche Grundlegenden Erkentnisse, die ich als Lernziele im Kopf habe, nicht bei allen ankommen.
    Die Motivation der Schüler ist gegenüber dem traditionellen Unterricht um Größenordnungen höher – ich übertreibe nicht. Schüler beklagen den Ausfall von Unterricht und fordern das Nachholen einer Stunde nach, weil sie „an ihrem Projekt arbeiten müssten“

    Insofern: die wirkliche Selbstgestaltung des Lernprozesses erfordert meiner bisherigen Erfahrung nach u.a. einen als sinnvoll und herausfordernd empfundene Aufgabe, Ressourcen, auf die man zurückgreifen kann, einen Berater, der weiterhilft, wenn man sich festgefahren hat (und wahrscheinlich noch einige Dinge mehr, die mir jeztzt nicht einfallen).

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