In meinen Laptopklassen bin ich immer wieder am Überlegen, wie die Schüler ihre Daten so aufbereiten, dass sie produktiv damit arbeiten können. Dabei habe ich gemerkt, dass sich auch bei mir so einiges eingespielt hat, allerdings habe ich mir nie wirklich strukturierte Gedanken dazu gemacht. Daher nun eine Übersicht über meine PLE.

Mindmanager

Neben Pages (Textverarbeitung) und Numbers (Tabellenkalkulation) setze ich v.a. den Mindmanager von Mindjet ein. Mindmaps sind für mich das Tool schlechthin, weil sie meiner Arbeitsweise sehr entgegen kommen. Ich kann erst einmal völlig „chaotisch“ loslegen und anschließend alles in eine klare Struktur bringen. Ich verwende Mindmaps zur Unterrichtsplanung (mit entsprechenden Vorlagen), zur Planung von Fortbildungen, ich schreibe Exzerpte in Mindmaps oder erarbeite mir Themengebiete. Die Schüler in der Laptopklasse haben alle einen Mindmanager auf dem Rechner (xMind) und ich setze ihn auch im Unterricht ein.

Spotlight

Spotlight ist kein eigenes Programm, sondern Bestandteil von OSX (Mac). Dabei handelt es sich eigentlich „nur“ um ein Suchprogramm, das die Festplatte nach Dateien oder Dateiinhalten durchsucht. Das geht aber so fix und zuverlässig, dass ich mir eine chaotische Lagerhaltung meiner Dateien leisten kann. Meine Dateien sind lediglich nach Jahren und als weitere Untergliederung nach Quartalen sortiert. In den Ordnern liegt alles (auch private Dateien), zum Teil nicht einmal mit einem richtigen Namen bezeichnet. Dank Spotlight finde ich alles sehr schnell und spare mir einen Haufen Arbeit.

Curio

Curio ist so ähnlich wie One Note von Microsoft, ein recht umfangreiches Notizbuch mit vielen Zusatzfunktionen: Mindmap, Erstellen von Schaubildern und Tabellen, Karteikarten… Hier sammle ich thematisch größere Unterrichtseinheiten, Infos aus dem laufenden Schuljahr usw. Ich habe das Programm noch nicht lange in Gebrauch, vorher habe ich mit Notebook gearbeitet, das war mir allerdings zu kompliziert. Gut finde ich die Evernoteanbindung, wünschenswert wäre eine Anbindung an andere Webdienste wie delicious.

Reeder

Reeder ist nichts weiteres als eine Desktopvariante von googlereader. RSS ist meine Art mich zu informieren und ich lese etwa 200 Webseiten täglich mit. Dafür brauche ich aber nicht länger als 15 Minuten. Die Feeds sind in drei Kategorien geteilt, die „Einser“ lese ich immer, die „Zweier“ wenn ich Lust habe, die „Dreier“ wenn ich Zeit habe. Das klappt ganz gut. Wenn ich den Eindruck habe, dass ich mit Informationen zugeschüttet werde, dann streiche ich weniger interessante Seiten. Das mache ich regelmäßig alle drei Monate. Reeder habe ich auch auf dem MacBook, fürs iPad verwende ich „Feedler“ mit den gleichen Funktionen. Alles wird über googlereader synchron gehalten. Was manchmal weniger gut klappt ist das Einsortieren interessanter Links in delicious. Da aber Reeder und Feedler eine gute Suchfunktion haben, empfinde ich das nicht als echtes Problem.

Omnifocus und iCal

iCal ist schnell erklärt, das ist der maceigene Kalender, der Umstieg von Outlook war ein wenig holprig, weil iCal einiges nicht kann. Viel besser als Outlook ist aber die Synchronisation verschiedener Devices gelöst, das funktioniert wirklich einfach und problemlos. Omnifocus ist mein Taskplaner, den ich auf allen Geräten laufen habe, auch hier funktioniert die Synchronisation wie im Traum. Ich sammle Ideen, Fotos, Listen, Aufgaben, Projekte usw. Das Programm ist eigentlich für David Allens „Getting Things Done“ ausgelegt. Ich halte mich aber nicht strikt an die Idee der Aufgabenverwaltung, sondern habe im Lauf der Jahre mein eigenes System entwickelt. Omnifocus hilft mir, meine privaten und beruflichen Aufgaben zu planen und eine Übersicht zu behalten. Das Programm ist täglich im Einsatz.

Natürlich habe ich noch andere Software im Einsatz, aber die spielt höchstens zu 10% eine Rolle. Bei manchen Programmen (z.B. der App für Evernote) ist mir der Nutzen auch noch nicht ganz klar. Viele Dinge erledige ich mittlerweile aber auch im Netz: Sammeln von Bookmarks, Austausch von Unterrichtsmaterial, Linklistenverwaltung usw. Schätze, es wird auch noch ein „PLE – Web“ geben.